Tesla Gygafactory in Berlin: Wasser abgestellt

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Tesla Berlin Wasser abgestellt
Tesla Berlin Wasser abgestellt

Der von Elon Musk geführte US-Elektroautobauer Tesla hat den Bau seiner Gigafactory in Berlin unterbrochen. Nach der Unterzeichnung des Wassererschließungs-Vertrages gibt es schon Komplikationen auf der Tesla-Baustelle. Wegen einer nicht gezahlter Rechnung, hat das Wasserverband den Wasserhahn abgedreht und verzögert so den Bau der Gigafactory in Grünheide.

 

 

“Jede Lösung eines Problems ist ein neues Problem.” (J. W. Goethe)

Die Wasserversorgung war seit Beginn einer der Hauptgründe der Kritiker gegen die Ansiedlung des Werkes. Genau als  das kontroverseste Thema bei der Tesla-Ansiedlung gelöst zu sein schien, gibt es ein neues Problem.

Vor einem Monat hatten die 16 Verbandsmitglieder des WSE dem Erschließungsvertrag zugestimmt. Der Wasserverband hatte den Vertrag über Monate mit Tesla ausgehandelt. Aber die Wasserrechnung wurde noch nicht bezahlt. Nach mehreren Mahnungen und eine Sperrandrohung mit 14-tägiger Frist ohne Antwort geblieben sind, hat der Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE) am Donnerstag auf der Tesla-Baustelle in Grünheide das Bauwasser abgedreht.

„Wir können und werden Tesla nicht anders behandeln als andere Bürger“, sagte die Verbandssprecherin Sandra Ponesky.

Mehr als PR-Schaden

Die gesperrte Wasserleitung kommt für Tesla nicht nur wegen des PR-Schadens ungelegen. Der Zeitplan für die Errichtung der Gigafactory ist extrem eng und stellt den Bau unter Zeitdruck. Ab Juni 2021 sollten die ersten Tesla-Fahrzeuge einer modernisierten Y–Reihe vom Band laufen, nach Auskunft von www.tagesspiegel.de. Der US-Konzern plant in einer ersten Stufe 500.000 Elektroautos pro Jahr mit rund 12.000 Mitarbeitern herzustellen.

Die Gigafactory braucht extrem viel Wasser – Umweltschützer haben Angst

Umweltschützer und Anwohner befürchten negative Folgen für Natur und Grundwasser durch den Bau. Der Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE) schlug schon im Sommer ein Alarm. Im Umland gebe es nicht genug Trinkwasser. Außerdem sei ein nahes Naturschutzgebiet vom Bau der Fabrik betroffen. Die Bürger befürchten, dass durch unterirdische Stützpfähle am Fundament der Fabrik tiefliegendes Salzwasser in die Grundwasserschichten aufsteigen könnte.

 

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