Hanami

...die japanische Tradition die Kirschbäume zu feiern

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Hanami

Hanami gilt zu den schönsten japanischen Traditionen und sollte uns daran erinnern: im Moment zu leben und jeden Tag die Chance geben, der schönste unseres Lebens zu werden. Die Kirschblüten und das Hanami-Fest sind eng miteinander verbunden. HANA 花 bedeutet Blüte und MI 見 betrachten.

Jeder Frühling beginnt in Japan mit Hanami, ein alljährlich wiederkehrendes Ritual bei dem die Japaner in Parks und Gärten gehen, um die Blüten der prächtigen Kirschbäume zu bewundern. Obwohl sie  auch im Zeitalter der Technologie und der Geschwindigkeit leben, nehmen sich die Menschen die Zeit, sich unter den blühenden Bäumen zu treffen. Freunden, Familie oder Arbeitskollegen feiern dann zusammen. In manchen Parks gibt es sogar Verkaufsstände, die verschiedenen Speisen wie zu Volksfesten anbieten. Sakura, die japanische Kirschblüte, blüht je nach Gegend vom Ende März bis Anfang Mai. Noch vor den Kirschbäumen blühen im Februar und März die Pflaume und der Pfirsich, welche ebenfalls zum Betrachten einladen. Schon im Januar berichten die Medien, wann sich die Blüten  zu öffnen anfangen und wann sie ihr Höhepunkt erreichen.

Symbolhaftigkeit

In Japan symbolisiert Sakura die vergängliche Natur des Lebens, während sie in China für die weibliche Schönheit steht. Zur Zeit des Zweiten Weltkriegs wurde Sakura von den japanischen Behörden verwendet, um die Bevölkerung an nationalistische und militaristische Gefühle zu erinnern. Oft liest man auch, dass die Kirschblüte für die Samurai ein Symbol der Vergänglichkeit gewesen sei. Ohne Früchte zu tragen, lebt die japanische Kirsche gewissermaßen einzig für  wenige Tage im Jahr andauernde Erblühen in überragender Schönheit. Nach längerem Reifen und nur kurzer Zeit des Erblühens fällt die Blüte im Moment vollendeter Schönheit. Die Sakura gibt damit Samurai und der Literatur ein Beispiel für einen würdigen, jungen Tod.

Hanami – Ursprung

Die Tradition des Blütenbetrachtens hat sich bereits in der Nara Zeit entwickelt. Früher glaubten die Menschen an die Existenz  von Göttern in den Bäumen. Folglich betrachtete man die Kirschblütenzeit als Bote der alljährlichen Ernte und des Beginns der Saison des Reispflanzens. Die Japanern legten Gaben an den Wurzeln der Bäume nieder und tranken Sake. Ursprünglich  wurde Hanami nur vom Adel gefeiert. Erst im 17 Jahrhundert begann auch das Volk Hanami festlich zu begehren.

Beste Plätze für das Hanami- Fest

  • Tokyo

Hier gibt es zahlreiche wunderschöne Plätze, wie zum Beispieln Ueno Koen, Shinjuku Gyoen oder Sotobori koen.

  • Kyoto

In Kyoto gehen Sie am besten nach Arashiyama oder in den Park Maruyama, dessen Bäume besonders ausladend sind. Er liegt in der Nähe von Gion, sodass das Schauspiel in der Nacht am schönsten ist.

  • Im Süden des Landes

Viele Leute meinen, dass das Schloss von Kumamoto der beste  „hanami spot“ der Insel Kyushu ist.

Tipps für ein gelungenes Hanami- Fest

  1. Den idealen Ort auswählen

Wenn Sie einen sehr beliebten Ort auswählen wollen, müssen sie schon am Morgen dort sein.

2.Die Ausrüstung

Jede Kirschblütenbeobachtungssitzung erfordert eine Plane zum Daraufsitzen. Diese ist üblicherweise blau und kann in jedem Supermarkt oder sonstigem Laden erworben werden.

3.Achtung!

Sie müssen nicht vergessen, dass die Japaner sich überall die Schuhe ausziehen. Das gilt auch auf Ihrer Plane.

 

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