Gewalt und Mitgefühl von Robert Sapolsky – Die Biologie des menschlichen Verhaltens

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Warum tun wir Menschen das, was wir tun? Was führt dazu, dass wir manchmal auf Mitgefühl zurückgreifen, jedoch sehr oft auf Gewalt und Grausamkeit? Welche biologische Vorgänge, die in unserem Körper stattfinden, beeinflussen unser Verhalten, und wie genau? Und welche Rolle spielt die Evolution, wenn es um unsere Verhaltensweise geht? Wie lässt es sich erklären, dass wir Menschen die Fähigkeit haben, einander zu schlachten, jedoch gleichzeitig in der Lage sind, altruistische Handlungen durchzuführen und einander Mitgefühl zu zeigen?

Sapolsky argumentiert, dass jede menschliche Handlung unvermeidlich durch Ereignisse in der Welt sowie Ereignisse im Gehirn verursacht wird.

Robert Sapolsky: ein erfolgreicher Forscher

Das Buch Gewalt und Mitgefühl – Die Biologie des menschlichen Verhaltens (Englisch: Behave – The Biology of Humans at Our Best and Worst) ist eine spannende Analyse, die menschliche Verhaltensweise als ein komplexes Zusammenspiel zwischen biologischen und psychologischen Faktoren darstellt.

Robert Sapolsky ist ein angesehener amerikanischer Neuroendokrinologe, beliebter Professor der Biologie, Neurowissenschaft und Neurochirurgie an der Stanford University und erfolgreicher Forscher, Wissenschaftler und Autor, der für seine Bücher mehrmals ausgezeichnet wurde.

Die von ihm geschriebenen Bücher, so wie zum Beispiel das Buch Why Zebras Don’t Get Ulcers oder Behave: The Biology of Humans at Our Best and Worst (auf Deutsch: Gewalt und Mitgefühl. Die Biologie des menschlichen Verhaltens) untersuchen den Zusammenhang zwischen biologischen und psychologischen Einflüsse und unser Verhalten in verschiedenen, meist extremen Situationen.

Komplexes Zusammenspiel

Im Buch Gewalt und Mitgefühl wird das Zusammenspiel zwischen verschiedenen Faktoren wie beispielweise Hormone, die unser Nervensystem stimulieren, und folgendermaßen entweder zur Gewalt oder zur Mitgefühl führen. Weiters erklärt Sapolsky welche evolutionäre Gründe dazu führen, dass manche Menschen töten, oder auf Aggression zurückgreifen.

Mit ansteckender Begeisterung und auf charmante Weise erklärt Sapolsky in Rückwärtsrichtung was in unseren Gehirne geschieht Sekunden und Minuten bevor wir uns für eine gewisse Handlungsoption entscheiden. Minuten bis zu Tagen zuvor, das gehört zum Bereich der Endokrinologie (d.h. Hormonschwankungen). Tage zu Monate zuvor liegt Sapolsky den Schwerpunkt auf die Fähigkeit des Gehirns, neue Informationen aufzunehmen, und sich dadurch selbst neu zu vernetzen (Neuroplastizität). Sapolsky reist in der Zeit zurück zu dem Zeitpunkt, wo das Individuum nichtmal geboren war, und untersucht somit ferne Ursachen wie den Einfluss von Kultur und Evolution, und wie diese unser Verhalten modellieren.

Gewalt und Mitgefühl ist eine spannende Synthese von neuen Erkenntnissen über das Verhalten der Menschen, gesammelt aus verschiedenen Wissenschaftsfächer. Sapolsky ist jedoch vorsichtig in seine Vorgehensweise und macht uns immer wieder aufmerksam darauf, wie begrenzt unser Wissen über uns selbst eigentlich ist. Es ist ein unbedingt lesenswertes Buch für jeden, der menschliches Verhalten aus wissenschaftlichr Perspektive verstehen will, und der sich mit der Komplexität der Faktoren, die unser Verhalten beeinflussen, beschäftigen will.

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