Einführung in die Fiktion von Virginia Woolf

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Einführung Fiktion Virginia Woolf

Virginia Woolf gilt als eine der wichtigsten Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts. Sie trug zu der Entwicklung des modernen Schreibstils bei und ist eine Repräsentantin der Prosa im Stil des „Bewusstseinsstroms“. Ihre Werke erscheinen am Anfang als schwer zu lesen, weil sie keine konventionellen Schemata des Schreibens folgen. Nach der Lektüre einiger ihrer Werke bin ich zu der Schlussfolgerung gekommen, dass man eine richtige Einführung in die Fiktion von Virginia Woolf haben muss, um ihre Arbeit wirklich zu genießen. Virginia Woolf hat drei sogenannte „experimentellen“ Romane geschrieben: „Die Wellen“, „Mrs. Dalloway“ und „Zum Leuchtturm“. Hier haben Sie eine Liste mit diesen drei Romanen, die ich von den einfachsten bis zu den schwersten zu lesen rangiert habe.

1.„Zum Leuchtturm“ („To the Lighthouse“)

Dieser Roman wurde 1927 erschaffen und präsentiert Ereignisse aus dem Leben der Familie Ramsay und ihrer Freunde. Die Protagonisten sind Frau Ramsay und Lily Briscoe, die Symbole für Weiblichkeit sind. Dieses Prosawerk präsentiert aus der Sicht der Autorin die Familienbeziehungen, die Unabhängigkeit eines Mannes zu seiner Frau, die Sorgen und das Schicksal einer jüngeren Künstlerin. Es ist eine sehr angenehme und persönliche Lektüre, die, meiner Meinung nach, eine gute Einführung in der Fiktion von Virginia Woolf ist.

2. „Mrs. Dalloway“

Dieses Buch wurde 1925 veröffentlicht und hat als Protagonistin eine weibliche Gestalt, Clarissa Dalloway. Die präsentierten Ereignisse drehen sich um die Bekannten von Mrs Dalloway. Andererseits wurde das Leiden eines Veteranen des Ersten Weltkriegs, Septimus Warren, dargestellt. Meiner Meinung nach, passt sich der Leser an den Schreibstil dieses Werks schwieriger an. Im Vergleich zu „Zum Leuchtturm“ scheint mir „Mrs. Dalloway“ weniger persönlich. Obwohl das Fehlen dieses persönlichen Elements in der Prosa von Virginia Woolf den Lesevorgang komplizieren kann, die Erfahrung dieses Prosawerks lohnt sich.

3.“Die Wellen“ („The Waves“)

„Die Wellen“ wurde 1931 erschaffen und ist der dritte sogenannte „experimentelle“ Roman von Virginia Woolf, aber es steht auch für die schwierigste Lektüre. Die Geschichte folgt den subjektiven Standpunkt von sechs Kunstfiguren: Bernard, Louis, Susan, Neville, Jinny und Rhoda. Die Ereignisse beginnen in der Kindheit der Protagonisten und dauern bis zum Erwachsenenalter an. Die innovative Art der Benutzung von Bewusstseinsstroms und die  Vielzahl von Gesichtspunkten macht diesen dritten experimentellen Roman eine schwierige Lektüre. Mit den Protagonisten Schritt zu halten ist eine wirkliche Herausforderung und ich bin der Meinung, dass man vorbereitet sein muss, um diese Lektüre nicht aufzugeben.

Es gibt noch andere Werke von Virginia Woolf, die sich auf meiner Leseliste befinden. Ich glaube, dass die Einführung, die ich durch das Lesen ihrer ersten drei experimentellen Romane erreicht habe, mir nützlich sein wird. Was denken Sie? Über welches Buch von Virginia Woolf sind Sie aufgeregt? Welche andere Empfehlungen haben Sie?

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