Die tragische Lebensgeschichte von Frida Kahlo: die legendäre und kontroverse mexikanische Malerin, die ein gequältes Leben führte

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Frida Kahlo
Autor: Franțuzu Raluca

Im Alter von 6 Jahren erkrankte Frida Kahlo an Kinderlähmung, mit 18 brach eine Straßenbahn ihre Wirbelsäule, musste 32 Operationen und die Amputation ihres Beins durchleben. Die Künstlerin lebte eine turbulente Beziehung zu Diego Rivera, dessen Untreue sie immer aushalten musste, und der sie sogar mit ihrer eigenen Schwester betrogen hat. Die Tortur der leidenschaftlichen Frau hatte als Höhepunkt der Verlust ihrer Schwangerschaften.

Frida Kahlo war eine Frau mit roten Lippen, buschigen Augenbrauen, rabenschwarzen Haar, das sie immer mit Blumen schmückte. Außer der körperlichen Erscheinung, zeichnete sie sich durch ein einzigartiges Talent und eine starke Persönlichkeit, die sie zu einer Legende der mexikanischen Kunst des vergangenen Jahrhunderts machten.

Frida Kahlo
Quelle: fresko-magazin.de

Wegen der Kinderlähmung musste sie im Alter von 6 Jahren nuen Monate im Bett bleiben. Ihr bereitwilliger Vater, Guillermo Kahlo, half ihr bei den physiotherapeutischen Übungen, die ihr aber leider nicht viel nützten und ihr rechtes Bein und Fuß blieben für immer deformiert. 

Der tragische Unfall, der ihr Leben zerstörte, aber durch welchen sie ihr großes Talent entdecken konnte

 

Am 17. September 1925 geht Frida Kahlo in Begleitung ihres Freundes Alejandro Gómez Arias, in die Schule. Der Bus, in dem sich das 18-jährige Mädchen und ihr Freund befinden, wird von einer Straßenbahn überfahren. Frida stellt sich als eines der am stärksten betroffenen Opfer heraus. Ihre Wirbelsäule ist in drei Teile gebrochen, drei ihrer Rippen, ihr Schlüsselbein und ihr Schambein sind auch gebrochen. Durch den Unfall wird ihr Körper zerrissen und die Künstlerin, praktisch gelähmt, muss nur im Bett liegen oder im Rollstuhl sitzen und ihre fast zertrümmerte Wirbelsäule wird immer in schmerzhafte Gipskorsetts gefesselt. 

Im Bett liegend, beginnt Frida mit 20 Jahren zu malen, obwohl sie nicht die Absicht hat, Künstlerin zu werden. Sie gesteht: ”Das Einzige, das ich kenne ist, dass ich male, weil es nötig ist.”  Ihre Werke sind meists Selbstporträte und Porträte ihrer Familie und Freunde. Frida behauptet: “Ich male Selbstporträts, weil ich oft alleine bin und die Person bin, die ich am besten kenne.”  Ihr künstlerisches Talent lenkt die Aufmerksamkeit eines Freundes ihres Vaters, des Druckers Fernando Fernández, der sie als Lehrling anstellt und sie die plastische Technik lehrt. Frida gelingt es dann, ihren Schmerz zu einem Aliierten zu machen und ihn als Inspiration für ihre Bilder einzusetzen. Sie beginnt sich selbst in den Werken zu malen, die ihr eigenes “rekonstruiertes” Bild widerspiegeln.

Die Ehe mit Diego Rivera bringt ihr gewisse Vorteile, aber auch viel Leid

Vier Jahre nach dem tragischen Unfall, lernt Frida Diego Rivera kennen, einen 21 Jahre älteren renommierten Wandmaler. Fridas Mutter, Matilde Calderón y González, ahnt die stürmische Zukunft, die das Paar erwartet, und zögert nicht, die Verbindung als eine Beziehung zwischen “einem Elefant und einer Taube” zu beschreiben. Ihr vorsichtiger Vater sieht in dieser Beziehung einen wirtschaftlichen Anreiz, der den Lebensweg seiner Tochter erleichtern könnte. Am 21. August wird das Paar in der Ehe vereint durch eine einfache Zeremonie im Rathaus von Fridas Heimatstadt Coyoacán. Frida würde ein paar Jahre später aber gestehen durch diese Ehe, “den zweiten großen Unfall meines Lebens begangen” zu haben. In der zeitgenössischen mexikanischen Kunstgeschichte, stellt der von Leidenschaft und Qual dominierten Eheverlauf von Frida Kahlo und Diego Rivera einen besonderen Moment dar. Obwohl Diego Rivera das Zusammenleben zur Hölle macht, öffnet er andererseits seiner Frau neue Horizonte: er hilft ihr ein intelektuelles Umfeld zu betreten, wo sie die Gelegenheit hat, Kontakt zu renommierten Künstlern und bedeutenden Politikern zu haben.

Frida Kahlo leidet weiterhin an ernsthaften gesundheitlichen Problemen und ihr Wunsch, Mutter zu werden, wurde ihr dreimal eingeschränkt, was ihr eine große Frustration bringt. Nachdem dieses trauriges Ereignis letztes Mal in 1934 passiert, erfährt Frida, dass ihr Diego seit Jahren untreu ist und was sie mehr beeinträchtigt ist, dass eine der Liebhaberinnen von Diego, gerade ihre jüngere Schwester,  Cristina, ist. Danach erscheinen auch in ihrem Leben außereheliche Beziehungen. Unter ihnen kann man die Beziehung mit Leo Trotzki hevorheben. Als dieser in Begleitung seiner Frau politisches Asyl in Mexiko beantragt und auf Wunsch von Diego, bekannter Anhänger der kommunistischen Ideologie, im Haus des Paares Rivera willkommen ist, wird Frida die Geliebte des

Frida Kahloukrainischen Ideologen, aber nachdem Diego von dieser Beziehung erfährt, wird Trotzki gezwungen das Haus zu verlassen.

In der Nacht vom 12. auf den 13. Juli 1954, sieben Tage nach Ihrem 47. Geburtstag, starb Frida an einer Lungenentzündung. Sie wird nach Wunsch eingeäschert und die Asche ruht in einer Vase in dem Haus, das Frida mit Diego Rivera teilte.

Möchten Sie mehr über Frida Kahlo als Malerin erfahren? Lesen Sie unseren Artikel „Frida Kahlo und ihre surrealen Gemälde“.

Hier können Sie auch einen Videomaterial mit Frida Kahlo anschauen: https://www.youtube.com/watch?v=tr5knWSJ4tY .

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