Platon – das Höhlengleichnis

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Sie kennen bestimmt einige Mythen, die vielleicht aus der Geschichte oder der Weltliteratur stammen. Aber haben Sie von den Platonischen Mythen gehört? Lesen Sie mehr über “Das Höhlengleichnis”:

Platon – der bekannteste Philosoph der Welt

Platon war ein griechischer Philosoph, der in Athen oder Aigina in dem 5ten Jahrhundert geboren wurde. Laut der Geschichte, war Platon Sokrates Schüler und aus diesem Grund betrachtet  man diese Person als die Hauptfigur aus Platons Dialogen. Was seine Dialogen betrifft, hat Platon ungefähr 26 Werke geschrieben, die in drei Klassen geteilt wurden: Frühwerke, wie Menon oder Phaidon, Werke der mittleren Zeit, wie Theaitetos, und Späte Werke, wie Sophistes und Timaios. Die Wahrheit, die Politik, die Erkenntnis, die Kosmologie, die Kunsttheorie und die Sprachphilosophie gehörten zu seinen Interessen.

Platons Philosophie hat die Westliche Philosophie für Jahrhunderte beeinflusst und seine Theorien waren so wichtig, dass der zeitgenössische Philosopher und Mathematiker, Alfred North Whitehead gesagt hat, dass die ganze westliche Philosophie nur eine Fußnote zu Platons Philosophie ist.

Das Höhlengleichnis
Foto Quelle: https://norbertwebergermany.wordpress.com/

Platons Mythus

Platonischer Mythos ist der Begriff, der alle mythischen Erzählungen in Platons Dialogen bezeichnet. Diese Erzählungen (oder auch Gleichnisse) spielen verschiedene Rollen in dem Aufbau des Werkes. Es ist nicht klar warum Platon diese Erzählungen, Gleichnisse und Allegorien genutzt hat. Je seltsamer wird die Situation, wenn man  darüber denkt, dass Platon nicht ein Liebhaber der Mythen war, denn die Mythen waren das Gegenteil der Philosophie. Immerhin, ist etwas klar: diese Erzählungen lassen einen neuen Aspekt der Theorien einfließen und geben Platon einen Autorität Zustand, weil in diesen Geschichten es um Götter geht und sie sind von den Göttern gekommen.

Das Höhlengleichnis
Foto Quelle: jw.org.jpg

Das Höhlengleichnis – eines der bekanntesten Gleichnisse der antiken Philosophie

Das Höhlengleichnis ist vielleicht das bekannteste Gleichnis Platons, das mehrere Philosophen, auch nach Platons Tod, beeinflußt hat. Es ist ein Teil Platons Theorie der Erkenntnis. Aber worum geht es? Ganz einfach, auf ersten Blick. Im sechsten Buch der Politeia, spricht Sokrates mit Glaukon und Adeimantos. In diesem Kontext, beschreibt Sokrates eine unterirdische, höhlenartige Behausung, in der Menschen leben, die ihr ganzes Leben Gefangene waren.

Sie sind gefesselt und sie können nur nach vorne gucken, ohne ihre Köpfe drehen zu können. Sie können nur die Wand vor ihnen sehen, nicht den Ausgang (der hinter ihnen steht) oder die andere Leute in der Höhle. Es gibt ein Feuer und dank dem Feuer können sie Schatten (menschliche oder von Gegenständen) an der Wand sehen. Natürlich glauben die Gefangene, dass diese Schatten der Realität entsprechen, wenn in Wirklichkeit sie nur Illusionen sind.

Dann wird plötzlich einer der Gefangenen freigelassen. Er sieht, dass es ein Feuer und mehrere Leute in der Höhle gibt und dann sieht er auch den Ausgang. Er geht nach oben und er kommt raus. Vorläufig kann er nichts sehen, weil die Sonnenstrahlen zu stark sind, aber dann passt er sich an und schaut überall herum drehend. Das ist die wahre Realität, die Realität mit allen ihren Gegenständen, Pflanzen, Tieren und Menschen.

Das Höhlengleichnis
Foto Quelle: https://www.welt.de/

Okay, das klingt schön, aber was möchte Platon damit sagen? Also, die Höhle ist die sensible Welt, die wir durch unsere Sinnen kennen. Die Schatten sind die Informationen die wir durch die Sinnen bekommen haben, aber sie sind nicht immer zuverlässig, sondern sie verändern sich. Meine Augen können mich anlügen: zum Beispiel wenn etwas zu weit von mir steht sehe ich es nicht klar, aber wenn das Objekt näher kommt, sehe ich es wirklich.

Die Welt außerhalb der Höhle ist die wahre Erkenntnis, die Erkenntnis der Former oder Ideen, die wir nur durch unseren Verstand erfassen können. Diese Kenntnisse verändern sich nie, weil die Ideen perfekt sind, so wie sie sind. Also das Höhlengleichnis zeigt uns den Unterschied zwischen zwei Erkenntnisformen und zwischen zwei Welten: die Sensible Welt und die Welt der Ideen.

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Das Höhlengleichnis ist eine allegorische Erzählung über die Ausbildung und die Hürden die man überschreiten muss, wenn man die wahre Weisheit beherrschen will.

Gefällt es Ihnen, über Mythen zu lesen? Dann empfehle ich Ihnen den folgenden Artikel: Die Nordlichter… ihre Mythen und ihre Magie.

 

Autorin: Maria Alexandra Vlad
Korrektorin: Raluca Franțuzu

 

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