8. März, der internationale Frauentag

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8. März
Foto Quelle: unserekirche.de

Der Internationale Frauentag wird jedes Jahr am 8. März gefeiert. Dieses Datum ist sehr wichtig für die ganze Gesellschaft und in manchen Ländern ist es sogar ein gesetzlicher Feiertag. Lesen Sie hier mehr über den Weltfrauentag:

Geschichte des internationalen Frauentages

Die Tradition des Internationalen Frauentages hat ihre Wurzeln in der Arbeitnehmerinnenbewegung im Kampf um bessere Arbeitsbedingungen. Am 8. März 1908 demonstrierten in New York Textilarbeiterinnen für das Frauenwahlrecht, kürzere Arbeitszeiten, höhere Löhne und mehr Arbeitsschutz. Am 19. März 1911 haben in Europa zum Frauentag erstmals Frauen und Männer auf der Straße demonstriert. Unter anderen forderten sie: Recht auf Arbeit, Zugang zu öffentlichen Ämtern, Berufsausbildung, Beendigung von Diskriminierung am Arbeitsplatz, aber vor allem die Einführung des Wahlrechtes.

Die nationalistische Ideologie war damit nicht einverstanden. Statt der Frauentag wurde der Muttertag eingeführt, um die Rolle der Frau als Ehefrau und Mutter hervorzuheben. Der Muttertag entsprach stärker der nationalsozialistischen Ideologie. 

Internationaler Frauentag in Deutschland

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Quelle: ndr.de

Deutschland gehört zum kleinen Kreis derjenigen Länder, in denen der Internationale Frauentag seit seinem Beginn von 1911 an gefeiert wurde. Diese Tatsache kann man den Sozialdemokratinnen Clara Zetkin und Käte Duncker verdanken. „Heraus mit dem Frauenwahlrecht!“ war die Hauptforderung der frühen Frauentage. Am 12. November 1918 erhielten die Frauen das aktive und passive Wahlrecht. Dank dem Streben der Menschen für die Frauenrechte wurde viel erreicht, wie zum Beispiel: Reform des Familienrechts, freien Zugang zur Bildung, Verbesserte Mutterschutzbestimmungen und viel mehr.

In der DDR wurde der 8. März offiziell als „Tag der Frau“ gefeiert. Gegen Ende der 1950er Jahre geriet der 8. März zunehmend in Vergessenheit in der frühen Bundesrepublik. Erst die neue Frauenbewegung ab den 1970er Jahren schaffte es, den Frauentag in der Bundesrepublik neu zu beleben.

Auch im 21. Jahrhundert ist die Gleichstellung der Geschlechter noch nicht erreicht. Die Hauptforderungen der Gründerinnen des Internationalen Frauentags sind inzwischen zumindest in Europa erfüllt.

Der 8. März heute

Dieses Jahr feiert man den Weltfrauentag am Dienstag, an dem zweiten Dienstag des Monates März. Der Internationale Frauentag ist im Bundesland Berlin gesetzlicher Feiertag, in den übrigen 15 Bundesländern jedoch nicht. In manchen Ländern, wie zum Beispiel in Rumänien ist es üblich, dass die Frauen ein kleines oder symbolisches Geschenk bekommen. Und dass sie zusammen mit ihren Mitarbeiterinnen in einem Restaurant oder Pub feiern. Natürlich steht der diesjährige Frauentag auch unter dem Eindruck der Corona-Pandemie.

In Deutschland begehen der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und vor allem die DGB-Frauen bundesweit jedes Jahr den Internationalen Frauentag mit vielen verschiedenen Aktionen, Veranstaltungen und Kundgebungen. Die DGB-Frauen sowie DGB-Bezirke und DGB-Regionen veranstalten anlässlich des Weltfrauentags vielerorts „Frauenpolitische Frühstücke“.

Frauen, die die Welt veränderten

Der Weltfrauentag ist für uns Anlass, Frauen vorzustellen, die vor nichts zurückschreckten. Nicht einmal dem Tod. Deswegen möchte ich in dem zweiten Teil meines Artikels einige Frauen vorstellen, die einen großen Einfluss auf die Welt hatten.

Marie Curie

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Foto Quelle: atlas-geografic.net

Marie Curie war die erste Frau, die den Nobelpreis erhielt. Bis heute ist sie die Einzige, die ihn zweimal zugesprochen erhielt. Sie war zudem die erste Frau, die eine Professur an der Sorbonne erhielt. Sie übernahm die Stelle ihres Mannes, Pierre Curie, der ums Leben gekommen war. Die Erforschung radioaktiver Strahlung war Pionierarbeit und brachte ihr den Nobelpreis für Physik ein – doch leider auch Symptome der Strahlenkrankheit.

Malala Yousafzai

Die Frauenrechtsaktivistin und Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai wurde „Hoffnung für die Menschheit genannt. Sie ist die jüngste Preisträgerin in der Geschichte des Nobelpreises und die mit Abstand jüngste in der Geschichte des Friedensnobelpreises. Seit dem 3. Januar 2009, als sie elf Jahre alt war, berichtete Yousafzai auf einer Webseite der BBC in einem Blog-Tagebuch auf Urdu über ihren Alltag unter der Herrschaft der pakistanischen Taliban. Am 9. Oktober 2012 hielten einige Taliban ihren Schulbus auf der Heimfahrt an und fragten nach Yousafzai. Sie wurde geschossen, aber sie überlebte den Anschlag.

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Quelle: globalpartnership.org

Sie kämpfte dafür, dass auch die Mädchen Zugang zur Schule und die gleichen Rechte wie die Jungen haben. Deswegen ist eine sehr wichtige Persönlichkeit für den internationalen Frauenwelttag. „Wir können nicht erfolgreich sein, wenn die Hälfte von uns zurückgehalten wird.“ – Malala Yousafzai, Friedensnobelpreisträgerin und Kinderrechtsaktivistin aus Pakistan.

Semhal Guesh

Semhal leitet das Lederunternehmen Kabana in Addis Abeba, der Hauptstadt Äthiopiens. Durch ihre Firma hilft sie anderen Frauen, ihr Potenzial voll auszuschöpfen. Als Kind erhielt sie von ihren Eltern viel Unterstützung und Ermutigung. Jetzt versucht sie, anderen Frauen die gleiche Unterstützung teilwerden zu lassen. Semhal glaubt, dass sich dadurch Türen für Frauen in Äthiopien öffnen – und sich in Sachen Gleichberechtigung mehr und mehr im Land tun wird. Solchen Aktivismus für Frauenrechte brauchen wir in der Welt!

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Foto Quelle: Twitter

Es kann sich die Schlussfolgerung ziehen, dass dieser Tag eine schöne Erinnerung für den Kampf aller Frauenaktivist-innen sein kann. Ich wünsche Ihnen allen alles Liebe zum Frauentag!

 Autorin: Alina Cruceru

Korrektorin: Cristina Perian

 

 

 

 

 

 

 

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